DFB bzw. Herr Niersbach reagiert auf Korruptionsvorwürfe. Und wie.

von Ulrich Tekniepe (Kommentare: 0)

Kommunikation in der Krise

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In der Öffentlichkeitsarbeit gibt es die „Krisenkommunikation“. Es gibt Regeln für Betroffene. Also meist für Beschuldigte - Personen bzw. Organisationen -, in deren Verantwortungsbereich sich etwas Negatives ereignet hat bzw. haben soll. Der öffentlichere Teil dieser Regeln besagt, die Betroffenen sollen sich an die Spitze der Aufklärung setzen oder ihr zumindest nicht im Wege stehen. Schließlich verfügen sie in der Regel über die besten Quellen und können diese im Falle ihrer Unschuld, Nichtverantwortlichkeit offenlegen. Fertig ist der Unschuldsbeweis. Oder so. Selbst eine Verfehlung einzugestehen bzw. zu ihrer Aufklärung beizutragen, kann unterm Strich positiv wirken. Aus der Not eine Tugend machen.

          Über Regeln, die für Betroffene gelten, die vertuschen wollen, brauchen wir nicht zu reden. Nur eines: solche Regeln beinhalten die Empfehlung, keine letztendlichen Beweise zu liefern. Schon wegen der Gerichte.

           Der DFB tut das Gegenteil von dem, was die Regeln der Krisenkommunikation für unschuldige bzw. aufklärungswillige Beschuldigte empfehlen. Er streitet ab und bietet keine Aufklärung an. Was sagt uns das?

           Zumal Herr Niersbach, Präsident des DFB und persönlich Beschuldigter, von 1988 bis 2001 DFB-Pressechef und späterer Medien-Direktor, die Regeln kennen müsste. Zumal der DFB über viele der Dokumente verfügt, auf die sich die Anschuldigungen stützen.

 

Ist der DFB vielleicht nur schlecht beraten?

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