Gossage (2)

von Ulrich Tekniepe (Kommentare: 0)

Unternehmen, Marken als Persönlichkeit mit einer Meinung

Ich habe in „Ist die Werbung noch zu retten“ von Howard Gossage mal wieder eine Stelle, eine Aussage, gefunden, die es wert ist, bekannt und bedacht zu werden. Solche Stellen bzw. Statements sind übrigens leicht zu finden - wenn man das Buch hat.

files/Blogbilder/20141221_Gossage02.jpg

„Eine Anzeige, die rundheraus eine Meinung verkündet, als erwarte sie, man würde etwas erwidern, ist eine große Seltenheit. Und das ist sehr schade. Denn diese Einstellung ist der Anfang aller Wirklichkeit, aller Erfahrung, aller persönlichen Verantwortung. Es ist für Unternehmen - die schließlich juristische Personen sind - genauso wichtig wie für einzelne.

           Die meiste Werbung will sichergehen, will nie eine eigene Meinung wagen, und daher wird sie zu einer Art augenloser Maske, die wirksam verhindert, dass die Menschen dahinter mit den Menschen davor sprechen - oder sie auch nur sehen.“ (S. 42 in der Ausgabe von Hörzu)

           Das gilt leider auch heute noch für die überwiegende Masse der Werbung. Auch in „sozialen“ Medien und erst recht im Bereich Suchmaschinen- und der Targeting-Werbung wird dieser "Anfang aller Wirklichkeit, aller Erfahrung, aller persönlichen Verantwortung" seltenst gemacht. Es gibt so gut wie nie Meinung, bestenfalls Angebote.

           Die oft rüde Art der Ansprache fällt auf den Werbungtreibenden zurück, auf seine Marke, wenn wir es mal so nennen wollen.

 

„There is no second chance to make a first impression.“

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben