Gossage (3)

von Ulrich Tekniepe (Kommentare: 0)

11 342 Zuschriften sind eine Frage der Qualität, nicht der Quantität*

files/Blogbilder/20160427_is this.jpg„Also, wenn Sie einmal eine einbeziehende Anzeige zustande gebracht haben, erhebt sich die Frage, wo man sie veröffentlichen soll. Das ist sehr wichtig, denn das Wesen einer Werbebotschaft hängt stark davon ab, wo sie erscheint - und von wem sie gelesen wird. Natürlich ist der redaktionelle Inhalt wesentlich, aber die sonstige Werbung […] ist es ebenso. Diese und der Charakter der Leserschaft beeinflussen sich gegenseitig, zusammen mit der jeweiligen Anzeige bestimmen sie das Ergebnis.“

          Schreibt Gossage hier über Internetwerbung? Vielleicht solche, wo die Werbungtreibenden den Umworbenen „kennen“, ihm folgen, immer wieder auflauern? Wohl kaum.

          Die drei Punkte in der eckigen Klammer ersetzen übrigens die Worte „in der Zeitschrift“. Der Text ist aus „Ist die Werbung noch zu retten?“, Kapitel 15 (siehe auch), „11 342 Zuschriften, jeder Kauf ein Beziehungskauf“. *Es geht um Anzeigen im New Yorker, eine für Eagle Shirts, von Gossage geschrieben, hat so viel Zuschriften - ohne Coupon. Man musste den Text bis zum Ende lesen. Damit sind wir wieder bei „einbeziehende Anzeige“. Schon mal eine gelesen? Oder gar geschrieben? Zuschriften bekommen? (Ich meine nicht die Klicks auf irgendeinen Link, der im Weg ist.)

 

Ergänzung

Es gibt von Daniel Goldstein und Kollegen eine wissenchaftliche Untersuchung über die Wirkung von schlechter ("annoying") Werbung vs. guter oder gar keiner auf Besucher von Webseiten. Grob zusammengefasst: Schlechte Werbung, besonders Bewegtbild, schadet eher. Und das auch ökonomisch. Hier ist die Studie. Die Ergebnisse sind auf der letzten Textseite zusammengefasst. Daniel Goldstein habe ich übrigens schon an anderer Stelle zitiert.

Zurück

Einen Kommentar schreiben