Umparken in Hamburg-Ottensen

von Ulrich Tekniepe (Kommentare: 0)

Scholz & Friends, die Agentur im internationalen WPP-Netzwerk, „die derzeit mit ihrer Opel-Werbung für Aufsehen sorgt“ (Zitat aus einem faz.net-Artikel), will in Hamburg-Ottensen auf einem bisherigen Parkplatz ein großes Bürogebäude errichten, um hier ca. 400 Mitarbeiter zu konzentrieren. Für weitere ca. 450 (in anderen WPP-Unternehmen?) soll ebenfalls Büroraum geschaffen werden. Also Gentrifizierung unter maßgeblicher Beteiligung sogenannter Kreativer? 

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           So kreativ, wie die Werber in besagter Opel-Kampagne - „Umparken im Kopf“ - dem Publikum den Schwarzen Peter zuschieben, argumentiert Scholz & Friends-Vorstand Tiedemann: „‚Verglichen mit der jetzigen Situation, ist der Neubau in meinen Augen eine positive Veränderung’“. Klingt wie „Wir wollen ja nur euer Bestes“. Oder: "Wir bringen die Zivilisation."

 

Nur zu dumm, dass viele Anwohner die Situation mit ihren Augen sehen. Ähnlich ist das ja auch bei Opel. Der Betrachter soll sich ändern, nämlich die Ordnung in seinem Kopf. Das Betrachtete, Opel, kann bleiben, wie es ist.

 

Ich verstehe gut, dass viele weder so ein Bürohaus noch solche „Kreative“ im Viertel haben wollen.

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