Zalando, Rocket Internet - Börsenfiasko

von Ulrich Tekniepe (Kommentare: 0)

Wen wundert's?

Ich gebe zuerst eine Geschichte wieder, die mir ein Freund aus Berlin vor einigen Jahren erzählt hat: Noch zu Zeiten ihres Erfolgs als Handyklingeltonverkäufer haben die Samwer-Brüder auch mit folgender Masche abgesahnt. Sie haben einen Porsche hoch an einem Kran aufgehängt und die Berliner befragt, ob sie ihn fallen lassen sollen. Antworten bzw. abstimmen konnte man per Handy, kostpflichtige Servicenummer.

     Vielleicht ist das das Prinzip Samwer.

 

files/Blogbilder/20141010_Exit.jpgZum Absturz der Börsenkurse von Zalando und Rocket Internet schreibt Spiegel Online: „Heiße Luft in Tüten verkauft“ und zitiert einen Anlegerschützer, der die armen Anleger in Schutz nimmt: „Ein Unternehmen soll erst an die Börsen gelassen werden dürfen, wenn es nachhaltig Gewinne macht.“ Genau: gelassen bleiben dürfen!

     Wären die Anleger nicht nur ihrer Gier, sondern auch einer gewissen Intelligenz gefolgt, hätten sie nicht nach Unternehmensgewinnen fragen müssen, sondern nach den Gewinnen der Unternehmer. Spätestens seit der Aufklärung des Watergate-Skandals gilt, eben auch für Anleger: „Follow the money“.

     Sollte man aus Schaden klug werden, mag es auch stimmen, dass uns „das Internet klüger macht“.

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